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Kneipe der Woche: »Max und Marek« in Berlin
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Kneipe der Woche: »Max und Marek« in Berlin

»Frankenherz, was willst du mehr?«

In unserer neuen Serie küren wir ab jetzt regelmäßig die Fußballkneipe der Woche. Diesmal sprachen wir mit Martin Zeising vom 1. FC-Nürnberg-Fanclub »Clubberer 04 Berlin«. Die 66 Mitglieder eröffneten im Sommer in Eigenarbeit das »Max und Marek« , die einzige FCN-Kneipe Berlins.

Martin, wie haben sich die 66 Mitglieder Eures Fanclubs zusammengefunden?

Martin Zeising: Angefangen hat alles 2004 im »Frankenstüble« in Berlin-Charlottenburg. Der Wirt war Nürnberg-Fan und hing mit ein paar Leidensgenossen am Radio. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Leute zusammen und irgendwann liefen die Spiele schließlich auf Leinwand. 2007 wurden wir dann offizieller FCN-Fanclub.

Warum habt Ihr das »Frankenstüble« trotzdem verlassen?

Das war eine urige Kneipe mit einer ganzen Wand voller FCN-Fanutensilien, doch eines Tages wurde die Pacht zu teuer und der Laden wurde geschlossen. Wir waren zwei Jahre im »Bumerang« zu Gast. Dann wurde es Zeit, etwas Neues auszuprobieren und eine eigene Kneipe zu eröffnen.

So entstand das »Max und Marek« in der Charlottenburger Strasse 23 im Stadtteil Weißensee.


Ricardo, der als Wirt im Bumerang gearbeitet hat, bot uns an, eine FCN-Kneipe zu eröffnen, wenn wir mitziehen. Als dann im Sommer der Spielplan kam, musste die Renovierung sehr schnell gehen, weil Nürnberg gleich am ersten Spieltag bei der Hertha zu Gast war und wir den mitgereisten Club-Fans aus Franken natürlich etwas ganz Besonderes bieten wollten. Es kamen direkt 200 Leute.

Was macht Euren Laden zur FCN-Kneipe?

Man kann sich hier wie in Franken fühlen: Auf der Leinwand läuft der Club, dazu fränkisches Bier, fränkisch sprechende Menschen und donnerstags ist Schafkopf-Stammtisch – Frankenherz, was willst du mehr? Wir sind übrigens längst noch nicht fertig: Es gibt inzwischen zwar einen Kickertisch und Flipper, jede Menge Wimpel, Schals und Fahnen an den Wänden, aber an unserer Theke arbeiten wir noch. Bald gibt es dann neben Flaschenbier auch frisch Gezapftes.

Neben dem Club kann man bei euch auch regelmäßig die Spiele von Union schauen. Warum nicht Hertha?

Das hat genau zwei Gründe: Erstens ist unser Wirt Ricardo Union-Fan und zweitens ist Berlin-Weißensee doch eher Union-Territorium als Hertha-Land.

Du bist waschechter Berliner. Wie wurdest Du Nürnberg-Fan?

Mit zehn Jahren war es an der Zeit, einen Lieblingsverein zu suchen. Also hat mir meine Mutter den Jahres-»Kicker« gekauft und ich habe mir die Mannschaft mit den schönsten Trikots ausgesucht. Dass der Club die richtige Wahl war, habe ich zwei Jahre später beim Pokalfinale gegen die Bayern gemerkt – das berühmte Spiel mit dem Hoeneß-Turban, in dem wir als Außenseiter zur Halbzeit noch 2:0 geführt haben und am Ende 2:4 verloren. Ich war als Kind nie so traurig wie an diesem Tag.

In eurer Kneipe hängen, wie der Name schon sagt, riesige Gemälde von Max Morlock und Marek Mintal. Wer ist aktuell der Publikumsliebling?

Insgesamt kann man vielleicht sagen, dass vielen die Einstellung und der Kampfgeist von Almog Cohen gefällt Über Timmy Simons fällt auch selten ein schlechtes Wort. Ansonsten bleibt Marek Mintal jedoch unangetastet, auch wenn er im Moment bei Hansa Rostock spielt. Wir sind uns alle einig, dass er nach seiner Zeit an der Ostsee wieder nach Nürnberg zurückkehren wird. Und unser größter Traum wäre natürlich, wenn wir Marek Mintal einmal in unserer Kneipe begrüßen dürften.

Max und Marek
Charlottenburger Str. 23A
13086 Berlin

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