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Es gibt (nicht) nur einen Rudi… FC Menis siegt beim Festival Soccer Cup auf dem Highfield Festival [18.08.08 18:40]
 „Ruuuuudi, Ruuuuudi“! schallte es am Samstag Nachmittag immer wieder über das Campinggelände des Highfield Festivals. Doch weit und breit war kein grauer Fuchs mit Oberlippenbart und lockigem Haar zu sehen. Kein Wunder, denn die Zuschauer feierten sowieso nicht den Rudi Völler, den es angeblich nur einmal geben soll, sondern seinen Vornamensvetter Rudi, den Torhüter der Beersteaks. Der hatte soeben den entscheiden Neunmeter im Halbfinale gegen das Team Ostsuff gehalten und seine Mannschaft ins Finale des Festival Soccer Cups geführt. Dort wartete der FC Menis, der sich höchst souverän durch das Turnier gespielt hatte und sich den gesamten Turniertag über auffällig fern von alkoholischen Getränken hielt. Vielleicht war das am Ende der entscheidende Unterschied. Doch erst einmal von vorne. |  Bei strahlendem Sonnenschein richtete die Bolzen Crew gerade fachmännisch das Spielfeld zwischen Partyzelt und Campingplatz her, als uns die erste Hiobsbotschaft des Tages erreichte. Der JC Zschaitz und FC Bullihausen 96 sagten ihre Turnierteilnahmen kurz vor Beginn ab. Durch einen lautstarken Aufruf konnten aber noch spontane Bolzer gefunden werden. So wurden mit den Otzen, Ihr Limbos und der Mannschaft Arschfield die plötzlich frei gewordenen Startplätze postwendend aufgefüllt. Es konnte also wie geplant und höchst pünktlich mit dem ersten Anstoß zwischen den Footfield Friends 98 und MoFiA losgehen. Alle Mannschaften hatten allerdings anfangs mit den nicht ganz idealen Bodenverhältnissen zu kämpfen. Die Kombination aus Dauerregen, schweren Fahrzeugen und einer unbändigen Horden feierwütiger Festivalgänger sorgten für tiefe Spurrillen auf dem leicht abschüssigen Terrain. Doch mit der Zeit gewöhnten sich alle Mannschaften an das arg ramponierte Geläuf. Wieder einmal entwickelten sich spannende, aber durchweg faire Begegnungen. Besonders der FC Menis konnte von Anfang an überzeugen. Sie schlugen im ersten Gruppenspiel die Beersteaks mit 4:1 und setzten sich auch gegen Arschfield mit 3:2 durch. Doch im letzten Gruppenspiel standen sie überraschend einem übermächtigen Gegner gegenüber. Der 1.FCKW, bereits vor dem letzten Gruppenspiel hoffnungslos abgeschlagen, schickte kurzerhand seine weiblichen Fans gegen den FC Menis auf das Feld. Als die Mädchen auch noch das 1:0 erzielten, beschlossen die FCKW-Jungs das Tor mit einer zehn Mann Mauer zu verbarrikadieren. Es begann ein Sturmlauf des FC Menis, der immer wieder an der Menschwand abprallte. Schlussendlich fiel doch noch das 1:1 und der FC Menis zog ungeschlagen in das Halbfinale ein. Ihnen folgten als Gruppenzweiter die Beersteaks. In der zweiten Gruppe konnte sich das Team Ostsuff an die Spitze setzen und zudem qualifizierten sich die kurzfristig eingesprungenen „Otzen, Ihr Limbos!“ für die Vorschlussrunde. |  Das erste Halbfinale zwischen den Beersteaks und Team Ostsuff wurde dann zur Sternstunde von Torhüter Rudi, dem Publikumsliebling. Im laufenden Turnier war Rudi vor allem durch seine extrem hohes Mitteilungsbedürfnis und sein Maskottchen, eine aufblasbare Gummischildkröte aufgefallen. Doch beim Neunmeterschießen war er zur Stelle, wehrte den entscheidenden Ball ab und war fortan nicht mehr zu bremsen. Die Beersteaks standen im Finale, unglaublich in anbetracht der Tatsache, dass sie vor allem darauf achteten ihrem Mannschaftsnamen alle Ehre zu machen, und wie kein anderes Team konsequent auf ihre ausreichende Elektrolyteversorgung geachtet hatten. Das zweite Halbfinale war ebenfalls hart umkämpft, konnte aber bereits in der regulären Spielzeit mit 2:1 für den FC Menis entschieden werden. |  Das Finale war also eine Neuauflage der Vorrundenbegegnung aus Gruppe 2: Die Beersteaks gegen den FC Menis. Doch anders als beim deutlichen Sieg des FC Menis in der Vorrunde neutralisierten sich die Mannschaften diesmal weitgehend. Nach der regulären Spielzeit stand es 0:0. Nach kurzer Absprache wurde auf die Verlängerung verzichtet und die Entscheidung erneut im Neunmeterschiessen gesucht. Scheinbar ein Vorteil für die Beersteaks mit Elfmeterheld Rudi. Doch der hatte sich wohl auf einer seiner Ehrenrunden nach dem Halbfinale so sehr ausgepowert, dass er keinen Schuss abwehren konnte. Stattdessen wurde diesmal sein Kollege auf der anderen Seite zum Held. Er hielt einen Neunmeter und der FC Menis qualifizierte sich durch diesen Sieg für das Finalturnier auf dem Area 4 Festival. Rudi und den Beersteaks tat die Niederlage nicht weh. Sie feierten erst ausgelassen ihren zweiten Platz und im Anschluss die verdienten Sieger. Noch Stunden später vernahm man in weiter Ferne „Ruuuudi, Ruuuudi“-Rufe. Vielleicht ist ja Rudi Völler doch noch gekommen.
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Autor: BenjaminKuhlhoff Bild: BenjaminKuhlhoff
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