|
|
 |
|
Bolzen in der YouTube-Liga: Die fünf besten Hartplatzhelden [01.07.08]
 Das Online-Portal hartplatzhelden.de, auf dem Amateurfußballer ihre Videos hochladen können, ist zuletzt in die Schlagzeilen geraten. Das Landgericht Stuttgart hat der Klage des Württembergischen Fußballverbands entsprochen, wonach keine Videos mehr von Fußballspielen verbreitet werden dürfen. Bevor man sich im unterklassigen Spielbetrieb mit derlei Juristerei herumschlagen musste, wählte die Hartplatzhelden-Jury (Günther Jauch, Marco Bode, Marcel Reif, Thomas Helmer) die fünf besten Tore des Jahres aus dem Amateur- und Freizeitfußball. Wir sind gespannt wie es weitergeht! |  Platz 5:
David aus der F2-Jugend des TUS Makkabi Frankfurt scheint ein ganz gewiefter junger Mann zu sein. Schon während des klugen Anspiels seines Mannschaftskollegen blickt er kurz nach hinten, um zu schauen, wo der gegnerische Torhüter steht. Der scheint von Davids Blick so irritiert, dass er kurzerhand vergisst, was Strafraumbeherrschung eigentlich noch mal genau war. Er rennt einfach raus und hofft, dass der Ball schon in seine Arme fliegen wird. Ja, in dem Alter hatten wir alle noch Hoffnungen. Diese nutzt David natürlich eiskalt aus und köpft, wie damals „Uns Uwe“, mit dem Hinterkopf ins Tor.
|  Platz 4:
Ist das die Nationalmannschaft von Mikronesien? Oder sehen wir kleine grüne Männchen? Nein, das Miniatur-Tor des Jahres ist einfach nur aus gefühlten 2000 Metern Entfernung aufgenommen worden. Ein missratener Befreiungsschlag bringt den Ball zur Mannschaft von Casa Espana. Die haben dann leichtes Spiel, weil die gegnerische Abwehr sich entschließt, einfach mal in den kollektiven Bewegungsstreik zu treten. Der einzige Mann, der sich dann doch bemüht, ist der Auswechselspieler. Doch Pech gehabt, denn der Casa-Angreifer knallt den Ball volley ins Tor. Wahrscheinlich musste der Ersatzspieler später den Kasten Bier zahlen. Die gerechte Strafe für einen Streikbrecher.
|  Platz 3:
Pssst, laut offiziellem Gerichtsbeschluss darf es die Bilder von diesem Traumtor gar nicht geben. Deswegen ganz schnell und hinter vorgehaltener Hand: Mario Heimberger zeigt, dass nicht nur große Namen viel Gefühl im Fuß haben. Den Freistoß aus gut zwanzig Metern zwirbelt er unhaltbar in die Maschen. Das freut nicht nur Spieler und Publikum, sondern auch den Herrn in der zeitlos schönen Regenjacke. |  Platz 2:
Christian Sattler scheint während seiner High-School-Zeit bereits sehr schnell vom traditionellen Größenwahn der Amerikaner angesteckt worden zu sein. Bei seinem Treffer erkämpft er sich den Ball durch ein blitzsauberes Tackling in der eigenen Hälfte. Doch anstatt zum nächsten Mann abzuspielen, schießt er aus 60 Metern aufs Tor – und trifft. Der Torwart scheint aufgrund der Entfernung ganz einfach nicht gesehen zu haben, dass Christian drauf hält und macht eine mehr als unglückliche Figur. Ob er sich nach diesem Trauma jemals wieder ins Tor gestellt hat? Vielleicht spielt er ja mittlerweile lieber wieder Baseball. Wir könnten es verstehen. Sehr schön auch der ungläubige Kommentar im Hintergrund: „No? No? No? No! HELL!“ |  Platz 1:
Dieser Treffer hätte eigentlich gleich zwei Preise verdient gehabt. Den ersten für die schönste Vorlage. Nach einer allenfalls gut gemeinten Rettungsaktion des gegnerischen Verteidigers steigt Hendrik Helmke hoch und bringt den Ball per Fallrückzieher zum Mitspieler. Was war noch einmal gefährliches Spiel? Egal, denn Mitspieler Marcel Bernier wartet bereits auf den Ball und köpft ihn schulmäßig ins Tor. Haltungsnote: 6.0! Der Torwart rennt anschließend aus dem Tor. Worüber er sich genau beschweren will, ist aber wohl auch ihm unklar. Vielleicht wollte er nur gratulieren zum „Hartplatzhelden-Tor des Jahres“.
Alle Tore kann man sich natürlich auch hier als Video anschauen.
| | |
Autor: BenjaminKuhlhoff Bilder: Hartplatzhelden
Als Mail versenden.
|
 |
|
|
|