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Die Niederungen des Kreisligafußballs Roman „Von Asche zu Asche“ [21.12.09]
 Einen Fußballroman zu schreiben, ist kein leichtes Unterfangen. Es gibt nur eine geringe Zahl an erfolgreichen Vorgängern, ständig werden die Werke mit Nick Hornbys grandiosem „Fever Pitch“ verglichen und nicht zuletzt die bestenfalls mittelmäßige Qualität der meisten Schreiber sorgen für wenig Beachtung vieler Werke.
Udo Lindenlaub, Autor des Buches „Von Asche zu Asche”, schien sich dieser Problematik bewusst zu sein, und so konzentriert seine Erzählung auf den Amateurfußball und die Geschichten seiner Protagonisten. Das Buch handelt von den Studententagen der autobiographisch motivierten Figur Udo und seinen Freunden, die sich im Bonner Umland der frühen Neunziger aus einer Bierlaune heraus entschließen, einen eigenen Verein zu gründen. Statt des erträumten Durchmarsches durch die Spielklassen merkt der Studentenhaufen aber schnell, dass in den Niederungen der deutschen Kreisklassen erst so manche Hürden zu nehmen sind.
Autor Lindenlaub erfindet das Genre mit „Von Asche zu Asche“ bestimmt nicht neu, und allzu viel Tiefgang bietet der Roman auf seinen knapp 250 Seiten nicht. Dafür stellt er eine unbeschwerte und durchaus authentische Ansammlung von Anekdoten aus den Niederungen des Vereinsfußballs dar, die jedem vermeintlich ambitionierten Kicker in ähnlicher Form bekannt vorkommen dürften. Seien es die routinemäßge Nutzung von falschen Spielerpässen, unorthodoxe Mittel zur Vermeidung zweistelliger Niederlagen oder Mannschaften, in denen sich zwei Spieler gegenseitig ins Krankenhaus prügeln – vor allem der lockere Schreibstil und der kurzweilige Humor wissen in Lindenlaubs Erinnerungen zu überzeugen.
Wer nach einem neuen „Fever Pitch“ sucht, und solche Menschen soll es ja immer noch geben, der wird mit „Von Asche zu Asche” kaum glücklich werden. Wer aber einen leichten und unterhaltsamen Roman über den Kreisligafußball sucht und vielleicht auch selbst in den Erinnerungen an die große Karriere auf den Dorfplätzen schwelgt, dürfte mit dem Roman nette Unterhaltung für die Feiertage finden. | | | | | | | |
Autor: Paul_Bolzen
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