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STAEDTE

Städte: Hamburg
BOLZEN-Stadt-Porträt, Teil 2: Hamburg
Fummel, fummel - mors, mors [12.11.04]


BOLZEN-Stadt-Porträt, Teil 2: HamburgFussball in Hamburg ist grossartig. Nicht beim HSV, der nie richtig aus dem Quark kommt. Auch nicht beim FC St. Pauli, wo die Besuche oft zum romantischen Kraftakt werden. Sondern beim Freizeitfussball.
Mit der Hamburger Freizeit Fußball Gemeinschaft gibt es nur einen Verband. Doch der ist enorm groß. Er hat dafür gesorgt, dass die organisierten Freizeit-Fußballer heute sogar eine eigene Auswahl aufbieten, die gegen höherklassige Vereinsmannschaften antritt. Vorbei die Zeiten, in denen die Platzwarte die mächtigsten Männer in diesem (Fußball-) Lande waren. Damals, bis Mitte der 70er Jahre, hing es von ihrer wohlwollenden Bereitschaft ab, ob die suspekten Alternativ- Kicker einen Platz benutzen durften. Einer, der der Faszination des Bolzens erlegen ist, heißt Tim Scharfenberg. Er spielt für FC La Onda Öjendorf. Tim und seine Mitstreiter kicken bei 36 Grad und unter Schneetreiben, ohne Pardon. Erscheinen ist freundschaftliche Pflicht. Gefragt, was das Schöne am Bolzen im Park sei, sagt Tim: »Man kann so richtig geil auf den See blicken. Die Sonnenuntergänge – wahnsinnig. Das Kicken und dann Pommes, das macht einfach dollen Spaß.«
HAMBURGER FREIZEIT FUSSBALL GEMEINSCHAFT: HANSEATISCHE NÜCHTERNHEIT Sie heißen Domschänke, Schweinske-Bergedorf oder Silbersack St. Pauli und haben mindestens zwei Gemeinsamkeiten. Namensgeber ist eine Kneipe. Und sie kicken wie 58 weitere Teams unter dem Dach der »Hamburger Freizeit Fußball Gemeinschaft «, HFFG. Doch die Zeiten, in denen unter dem Dach der HFFG Kneipenfußball gespielt wird, sind für den Verbandsvorstand – auch rein sprachlich – vorbei. »Das Bild des bierbäuchigen Kneipenhelden, der sich am Wochenende, wahrscheinlich mit einem angemessenen Blutalkoholgehalt, auf den Fußballplatz trollt, ist noch zu allgegenwärtig. Die Realität sieht dagegen glücklicherweise anders aus.«, heißt es auf der Homepage. Betrachten wir es einmal nüchtern: Die sechs HFFG-Ligen gehören zum Fußball-Establishment der Hansestadt. Sie sind dem Hamburger Fußballverband und dem Hamburger Sportbund angeschlossen, über die Spiele wird regelmäßig in der Bild-Zeitung berichtet. Mit Bolzen auf ackerartigen Wiesen hat das also längst nichts mehr zu tun.
DIE GRÜNDUNGSMITGLIEDER
SF Schultheiss
FC Jonny
FC Steenbock
FC Sachsenwald
FC Kachelküche
AC Venetia
United Lemon
Tonndorfer Burg

DIE MEISTER
1973 / 74 AC Venetia
1974/75 Fortuna John
1975/76 FC Kachelküche
1976/77 Torpedo Ocean
1977/78 FC Stübchen
1978/79 FC Kachelküche
1979/80 FC Köpi
1980/81 Fortuna John
1981/82 BSG Mau
1982/83 FC Renate
1983/84 FC Renate
1984/85 FC Renate
1985/86 FC Renate
1986/87 Eintracht Schenk
1987/88 Eintracht Schenk
1988/89 Eintracht Schenk
1989/90 BFC Sonnenland
1990/91 Schwarz-Weiß Ð81
1991/92 FC Sachsenwald
1992/93 BFC Sonnenland
1993/94 BFC Sonnenland
1994/95 SG Schippen/Renate
1995/96 FC Franz
1996/97 Fortuna Stasch
1997/98 FC Zollhof
1998/99 FC La Ola Hamburg
1999/00 FC La Ola Hamburg
2000/01 Fortuna Stasch
2001/02 FC La Ola Hamburg
2002/03 FC La Ola Hamburg
2003/04 FC La Ola Hamburg

Autor: Olaf Butterbrod
Bilder: Katja Ruge


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