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STAEDTE

Städte: Nürnberg
BOLZEN-Stadt-Porträt, Teil 6: Nürnberg
Zwischen Not und Elend [20.05.06]

Leidensfähigkeit ist in der Stadt der »Brodworscht«, des Christkindlmarktes und der ehemaligen Reichsparteitage eine der wichtigsten Eigenschaften. Das gilt erst recht für alle, die sich dem Rennen und Stolpern nach dem runden Leder in ihrer Freizeit verschrieben haben.

BOLZEN-Stadt-Porträt, Teil 6: NürnbergIm Großraum Nürnberg, Fürth und Erlangen gibt es zwischen 80 und 100 Freizeit- Kickermannschaften. Im Stadtgebiet Nürnberg können diese zwei Bolzplätze bespielen. Zentrum ist die Wöhrder Wiese, auf der alles herum rennt, was Beine hat: Kinder, Hunde und Freizeitkicker. Dann existiert noch der Platz gegenüber dem Knast, bei dem Zuschauer garantiert sind – wenn sie denn zuschauen. Gäbe es nicht die Nachbarstädte Fürth und Erlangen, wäre wohl ein ewiger Faustkampf um die Spielberechtigung angesagt. In der Hugenottenstadt kann man in der Nähe des Freibad West auf der Damaschke Straße kicken, in Fürth auf dem Humbser Platz, nahe der Dr.-Mack-Straße und auf dem Schießanger. Die beiden letztgenannten Plätze werden zwar auch von Vereinen bespielt, die lassen die Freizeitkicker aber gewähren.
BOLZEN-Stadt-Porträt, Teil 6: NürnbergAnsonsten bleibt nur die freundlich gewährte Nutzung von Vereinsplätzen oder städtischen Plätzen (u.a. beim »Fuchsloch «, auf dem Eichenkreuz-Platz oder der städtischen Deutschherrenwiese, auf der der 1. FCN um 1900 erstmals spielte). Trotzdem hat sich in der »Frangn-Metrobole « eine beachtliche Freizeit-Kicker-Szene etabliert, die sich in der Hurrican-Marienberg- Liga (acht Mannschaften) und bei dem seit mittlerweile 16 Jahren vom Stadtmagazin »Plärrer« organisierten Turnier »Der Ball ist bunt« (circa 50 Mannschaften, www.ballbunt.de) trifft. Das Turnier wird im WM-Jahr gemeinsam mit der Stadt und dem ehemaligen Sportamt organisiert (dabei sind den Ballbunt-Teams die Mannschaften der WM zugelost worden und gespielt wird im WM-Modus). Das heißt, die Freizeitkicker können auf dem gepflegten Rasen der städtischen Anlagen zur Blutgrätsche ansetzen, die Sieger dürfen heiß, die Verlierer kalt duschen.

Autor: Rainer Büschel
Bilder: Mile Cindric


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