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Was tun gegen Muskelkater, Herr Rehhagel? Warum der erste Kick nach der Winterpause oft schmerzhafte Folgen hat [17.05.05]
 Der erste Kick nach der Winterpause:
viele haben sich in den letzten Monaten mit der sportlichen Betätigung dezent zurückgehalten.
Ausser zwei,drei Terminen in der örtlichen Soccer-Halle lief nichts. Um so motivierter sind die meisten, wenn es zum ersten Mal wieder auf die Wiese geht. Da wird gebolzt, bis es dunkel wird, ohne Rücksicht auf die morschen Knochen und natürlich bis zur völligen Erschöpfung. Die Folge:
Muskelkater vom großen Zeh bis in die Leistengegend.Doch woher kommen die Schmerzen eigentlich? | Jens Rehhagel (31 Jahre), Fußball-Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln und Sohn von Europameister Otto:
»Muskelkater tritt dann auf, wenn relativ untrainierte Muskelgruppen ungewohnte Arbeit verrichten müssen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Freizeitfußballer lange nichts in der Richtung gemacht hat und sich dann auf dem Platz völlig auspowert. Früher
war man der Auffassung, Muskelkater entstünde bei großer Belastung durch Milchsäureansammlungen
im Gewebe. Doch das stimmt nicht! Kleinste Einrisse im überbelasteten
Muskel, sogenannte Mikrorupturen, sind für die Schmerzen verantwortlich. Sie werden durch Überdehnungen verursacht. Und die entstehen, wenn bei einer ungewohnten
Belastung die Koordination zwischen den verschiedenen Muskelgruppen oder innerhalb
eines Muskels noch nicht optimiert ist. Wenn sich das überbelastete Muskelgewebe erholt hat, kommt es zu einer Anpassungserscheinung
und dieselbe Belastung bewirkt in der Folge keinen Muskelkater mehr. Bis dahin sollte man sich jedoch schonen. Die Schmerzen am nächsten Tag mit derselben Belastung wegspielen zu wollen, ist völliger Quatsch und funktioniert nicht! Viel Ruhe und eine leichte, aktive Erholung sind das beste Mittel, um den Muskelkater loszuwerden. Man kann zum Beispiel etwas Fahrrad fahren, mit ganz dosiertem Tempo. Wärmeanwendungen, heiße Bäder und vorsichtige Gymnastik durchbluten bzw. lockern die Muskulatur zusätzlich und beschleunigen die Heilung. In keinem Fall sollte man den schmerzenden Muskel massieren oder übermäßig dehnen.« | | | | | | |
Autor: Marcel Amruschkewtz
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