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Bolzen-Umkleidekabine, Teil 8: Die Sporttasche [15.04.07]
Sie ist selten spielentscheidend. Aber sie sorgt dafür, dass alles, was für
große und kleine Triumphe im Stadtpark benötigt wird, dorthin und auch
wieder zurückkommt. Die Sporttasche ist das vielleicht wichtigste Accessoire
des Fußballers. Wie jede andere Tasche kann sie als reiner Nutzgegenstand,
als schriller Modeartikel oder subtiles Mittel der mannschaftsinternen
Distinktion dienen. Und sie ist immer noch der beste Torpfostenersatz.
 Ob in der Mode oder im Sport: Accessoires, insbesondere Taschen, werden immer wichtiger. Waren sie früher nicht viel mehr als das
Tüpfelchen auf dem i, sind sie inzwischen eine wichtige Stütze jeder Marke. Zuviel Schnickschnack allerdings ist zumindest unter Fußballern
nicht erwünscht. Denn was nützen beispielsweise versteckte Fächer, die man erst Monate nach dem Kauf entdeckt? Bei den Farben
dominieren unempfindliche Grau- und Schwarztöne. Vor allem unter jugendlichen Spielern darf die Tasche aber auch mal im Design
des Lieblingsklubs daherkommen.
Die Standardversion dieser Tasche ist rund sechzig Zentimeter lang. Sie bietet genug
Platz für alles was Fußballer brauchen. Wer jedoch erst kurz vor Spielanpfiff entscheiden
will, welches seiner sieben Paar Schuhe am besten für die Bodenverhältnisse geeignet ist,
zum Training vier Bälle braucht oder häufi ger Waschdienst für den gesamten Trikotsatz
hat, dem sei die zwanzig Zentimeter längere Variante empfohlen. |  Besonders stolz sind die Designer auf die Konstruktion der Tasche. Bei genauerem Hinsehen
hält der Kunststoff-Rahmen aus EVA (Ethylenvinylacetat) das Modell nicht nur in
Form, sondern vermittelt auch eine Art von dynamischer Räumlichkeit. Dadurch hebt sie
sich erfreulich von der oft wenig eleganten Kastenform, die man aus älteren Taschengenerationen
kennt, ab. Modebewusste Sportfreunde, die sich als Gesamtkunstwerk verstehen,
freuen sich auch über die Abstimmung mit anderen Produkten aus der Puma-v-Serie.
Feines Hirschleder, grobe Baumwolle oder strapazierfähigen Filz findet man nur noch äußerst
selten als Taschenmaterial in deutschen Umkleidekabinen. Wie in so vielen anderen
Bereichen haben auch hier längst Kunststoffe die Herrschaft übernommen. Das Besondere
dieser Puma-Tasche ist die Kombination verschiedener Materialien. An den Ecken
sorgt Nylon für Stabilität und Schutz. Vorn wird die Tasche durch eine feine Rautenstruktur
veredelt. Der Rest ist aus Polyester mit einer durchaus angenehmen Haptik. |  Ein sehr praktisches Feature ist die eingenähte Extratasche für Schuhe. Endlich braucht
es keine stillosen Plastiktüten mehr, um das frische T-Shirt für die After-Bolz-Party und
die durchgeschwitzten Stollenschuhe auf Distanz zu halten. Natürlich gibt es auch ein
kleines Fach für all jene Ballkünstler, die sich nicht ohne Haargel dem Publikum im
Stadtpark präsentieren wollen. Die Halterungen und Fächer für Stift, Schlüssel und Handy
wissen nicht nur Kassenwarte zu schätzen.
Drei Fragen entscheiden über die Wahl der richtigen Tasche:
Wie viel soll reinpassen, welche Entfernungen mit welchen
Verkehrsmitteln muss sie zurücklegen und wie soll sie zu meinem
Gesamtauftritt passen. Wer zum Spiel zwanzig Kilometer
mit dem Fahrrad durch den Wald fährt, sollte vielleicht
auf einen Forstrucksack zurückgreifen. All jene die im englischen
Sportwagen aus dem Büro anreisen, könnten eine lederne
Gladstone Bag im Kofferraum deponieren. Doch die
meisten werden zum Verstauen ihrer Sportsachen etwas wählen,
das so ähnlich aussieht, wie die hier vorgestellte Puma-Tasche v-Konstrukt.
Die Tasche wird unter anderem von den Spielern des VfB Stuttgart
und des HSV genutzt. Sie kostet in der normalen Größe rund
45 Euro und in der extragroßen Variante 55 Euro. | | | | | |
Autor: Ronadl Kaduk Bilder: Christof Nix/Puma
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